Die Geschichte des Kollegsfernsehen

Als Geburtsstunde des Kollegsfernsehens kann man die Projekttage im Jahr 1981 bezeichnen.

Die erstmalig stattfindenden Aktionstage wurden von Pater Werner Holter SJ und seiner aus einer kleinen Schülergruppe bestehenden „Projektgruppe 9“ mit der Kamera begleitet. Aus heutiger Sicht waren die damaligen technischen Mittel minimalistisch, dennoch konnte ein Videofilm dokumentiert werden.

Es war der Wunsch der Schüler aus dieser losen Gruppe, mit der Unterstützung des als Mentor fungierenden Pater Holter, eine feste Arbeitsgemeinschaft zu gründen. Das Ziel und der Zweck dieses Medienprojekts sollten sein, dass sich die Schüler nicht nur als Fernsehkonsumenten begreifen, sondern auch als Macher ausprobieren können. Es sollte die Möglichkeit geschaffen werden, sich mit den Medien und der Technik auseinandersetzen.

Viel Idealismus, einen langen Atmen und die treibende Kraft von Pater Holter brauchte es, um zwei innovative Fernsehprojekte ins Leben zu rufen. Mit der medienwirksamen Abkürzung KFS wurde ein Sender ins Leben gerufen, der in zweiwöchigem Rhythmus die Info-Sendung „Nachrichten am Kolleg“ und in sechswöchigem Abstand das Magazin „Objektiv“ aufzeichnete. In den Anfängen wurden die Aufnahmen noch auf einem normalen Fernsehgerät im Treppenhaus gezeigt. Das Prädikat „erstes Schülerfernsehen Deutschlands“ verdiente man sich, als das zwischenzeitlich ausgebaute Studio an die Antennenanlage des Kollegs angeschlossen wurde. Neben den öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern, konnte nun der hauseigene Kanal in die Klassenzimmer und Internatsgruppen ausgestrahlt werden. Die Bandbreite der aufgezeichneten Beitragsformen konnte sich sehen lassen: Sportsendungen (auch live aus der Sporthalle), Musiksendungen, Interviews, Reportagen, Nachrichtensendungen und Magazine. Das alles wurde von Schülern, die viel Herzblut in diese AG steckten, dem Initiator Pater Holter und einer mittlerweile 40.000 Mark teuren Ausrüstung bewerkstelligt.

Nach dem Weggang von Pater Holter SJ im Jahr 1990, änderte sich einiges. Die Studiofliege Emma gab es nicht mehr und auch das KFS-Magazin wurde eingestellt. Über die Jahre hinweg durchlebte das Kollegsfernsehen Höhen und Tiefen. Je nach Interesse und Engagement war es zeitweise belebt oder schlummerte im Dornröschenschlaf.

Aktuell befindet sich das KFS mit seinen Mentoren Wolfgang Mayer und Andreas Schmieg und einer Gruppe begeisterter und eifriger Schüler im Aufwind.

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